Um nochmal hierauf zurück zu kommen.
Ich ertappe mich doch desöfteren dabei, dass mir einfach die Lust zum Bloggen fehlt. Komisch daran ist aber, dass es eine halbe Stunde später wieder ganz anders sein kann. Spätestens dann, wenn ich meine Runden durchs Internet gezogen habe, ist der Spaß wieder da und ich möchte irgendwas bloggen. Dummerweise bin ich aber eher der spontane Typ, der nicht erst lange rumrecherchieren möchte, sondern gleich loslegt. Kann man ja auch bei vielen Sachen machen, aber zum richtigen Bloggen gehört’s halt ein bisschen mehr, als nur dummes Zeugs hinzurotzen. Auch wenn mir Don Alphonsos Krawallschreiberei und die Art, wie er über manche Leute schreibt nicht sonderlich gefällt, so hat er in eine Weise sicher recht, wenn er sich über die Art von Bloggern auslässt, die nur heiße Luft und uninteressanten Blödsinn verwursten.
Wo aber fängt der “Blödsinn” denn an und gibt es diesen überhaupt? Ist es nicht vielmehr so, dass es für jeden Topf seinen Deckel gibt, so auch für Blogs, die außer youtube Videos nichts anderes im Repertoire haben? Worauf ich eigentlich hinaus will ist, dass ich eigentlich vor hatte kein belangloses Zeug zu schreiben, aber manchmal gar nicht mehr weiß, was jetzt belanglos ist. Für andere belanglos? Für mich belanglos? Für mich ja dann nicht, sonst hätte ich den Beitrag ja nicht verfasst. Ich meine… es verschwinden bei mir irgendwie die Grenzen und ich kann mich nicht mehr in die Menschen hinein versetzen, die den Beitrag ja eigentlich lesen sollen. Gibt es da ein Patentrezept, dass einem hilft seine eigene Linie zu finden oder muss man da durch, auch auf die Gefahr hin, dass man hinterher als chaotischer Depp da steht.
Was macht man also, wenn es einem in den Fingern juckt, aber vielleicht nichts Produktives bei rauskommen könnte? Wie findet man seinen eigenen roten Faden ohne auch mal aus der Reihe tanzen zu dürfen oder ist es am Ende völlig schnurzegal, weil der Leser entscheidet?