Ist es euch eigentlich mal aufgefallen, dass man viele Dinge tut ohne genauer darüber nachzudenken? Man nimmt die DigiCam, geht vor die Tür und fotografiert, was einen vor die Linse kommt, aber warum eigentlich? Oder man liest ein nettes Buch, legt es wieder weg, aber man fragt sich nie nach dem Warum.

Genauso verhält es sich wohl mit dem Bloggen, zumindest kann ich logischerweise nur von mir reden. Ich setze mich hin, schreib irgendwas, was mir wichtig erscheint und veröffentliche es. Ob es nun wirklich wichtig ist, vermag ich nicht zu entscheiden, aber mir ist es wichtig und das ist die Hauptsache. Der eigentliche Grund für diesen Beitrag ist der Blogeintrag von Robert, indem er fragt, wieso man bloggt.

Robert schreibt zB., dass er sich glücklich schätzen kann, sein Leben bereichert zu haben. Soweit möchte ich bei mir nicht gehen, aber sicherlich hat es mich dazu bewogen, manche Sachen kritischer anzugehen und nicht alles zu glauben, was einem in den Medien vorgesetzt wird. Weiterhin ist es für mich auch eine Art Blitzableiter. Man kann sich seinen Frust von der Seele schreiben, wenn einem danach ist, oder einfache Glücksmomente festhalten. Es gibt tausend Sachen wofür sich bloggen eignet, man muss es nur machen und vor allem wollen. Mir ist es auch egal, dass die Möglichkeit besteht, dass potentielle Arbeitgeber über meinen Blog “not amused” sein könnten… ich sch*** da drauf, ganz ehrlich, denn meine Meinung gehört mir und meine Gefühle ebenso.

Wem mein Geschreibsel nicht passt, solls halt nicht lesen, fertig. Und wenn sowas mal ne Leiche im Keller sein soll, über die meine nicht vorhandene Karriere stolpern sollte, dann ist es mit der Menschheit eh nicht mehr weit her.

Ich finde es auch fantastisch, wieviel geballtes Wissen in Blogs zu finden ist, wenn man denn danach sucht. Ein weiterer Grund ist die eigene Schreibe und die lässt bei mir zu wünschen übrig. Nicht, dass ich jemals wie ein Schriftsteller geschrieben hätte… es ist vielmehr so, dass sie eintönig und langweilig ist/war und witzig nur sehr selten. Es ist viel einfacher zu reden. Wie oft habe ich Versucht meine Gedanken aufzuschreiben? Unzählige Male und immer wieder verworfen, weil sich das Geschriebene anders “anhört”. Mein Blog gibt mir die Möglichkeit, dieses zu ändern, denn man kann seinen Schreibhorizont erweitern, wenn man übt, übt und nochmals übt. Ich kann, wenn ich will, einfach Blödsinn schreiben, dämliche Videos verlinken und einen Augenblick später wunderschöne Bilder, Grafiken etc. Das Blog ist für mich wie ein Langzeitgedächtnis, nur dass dieses jedem zugänglich ist, der es findet.

Wo wir wieder bei Robert und seinem Satz wären, dass bloggen sein Leben bereichert hat, ich schrieb, dass ich soweit nicht gehen möchte und meine Aussage, dass man sich eigentlich kaum Gedanken macht. Nun, durch diesen Beitrag habe ich nachgedacht und das Bloggen hat mein Leben auch irgendwie bereichert, wenn auch noch nicht allzu lang.

Ich wünsche mir nur für die Zukunft, dass ich endlich meinen persönlichen Stil finde, meine Schreibe verbessere und vielleicht den ein oder anderen Leser bekomme.

P.S.: Natürlich bloggt auch Frau und bringt gleich 15 Gründe nicht zu bloggen.

Und für nicht Blogger, die aber gerne bloggen möchten gibt es hier ein paar gute Tipps.

This entry was posted on Mittwoch, Februar 6th, 2008 at 21:01 and is filed under Archiv. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

 

3 Kommentare zu “Warum bloggen wir Blogger eigentlich?”

  1. tipps für die, die nicht bloggen, aber es gerne wollen | emBlOG schrieb:

    […] – angeregt durch robert und weitere… […]

  2. nachgehakt schrieb:

    neu dabei - aber bestimmt nicht zu spät!…

    … Allerdings spare ich mir eine ausführliche Abhandlung des Warum und lege einfach los. ……

  3. pigan:blog : Lust und Frust eines Bloggers schrieb:

    […] nochmal hierauf zurück zu […]

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